Darstellen und Gestalten

Literatur kann mehr sein als das geschriebene Wort, das im stillen Kämmerlein gelesen wird, und mehr als das analytische Zergliedern im Unterricht - Literatur will gesprochen und gehört, gespielt und gesehen, gemalt, gesungen, kommentiert werden; sie lässt sich verwandeln in andere Ausdrucksformen. Aber Literatur gibt nicht nur Impulse, sie empfängt sie umgekehrt auch; so kann zu einem Bild ein Text entstehen, aus einem Gefühl entsteht ein Gedicht, aus einer Erzählung eine Szene für die Bühne usw. Bei alledem braucht Literatur ein Gegenüber, ein Publikum, will sie mehr sein als individuelle Lektüre.

Das Fach „Darstellen und Gestalten" will diesen Zugängen zur Literatur breiteren Raum geben als es im Fach Deutsch i.d.R. möglich ist.

„Darstellen und Gestalten" arbeitet fächerübergreifend: Anregungen aus verschiedenen Fächern wie Deutsch, Kunst und Musik oder auch Geschichte werden aufgenommen, um sich einem Text oder einem Thema aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Methoden zu nähern.

  Stunden- und Klassenarbeitsverteilung

Siehe MPI !

Eine Klassenarbeit pro Halbjahr kann durch eine Facharbeit (selbstständige Erarbeitung und Darstellung eines Themas) ersetzt werden.

  Unterrichtsinhalte und Methoden

Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit (literarischen) Texten, aber auch mit Arbeitsmethoden aus Bereichen wie z.B. Produktdesign, Plakatgestaltung oder PR-Kampagnen. Neben Unterrichtsreihen zu einem bestimmten Drama, einer Erzählung, einem Gedichtzyklus etc. stehen gattungsorientierte (z.B. Ballade, Hörspiel) und themenorientierte (z.B. Masken, Verwandlungen, Heimat und Fremde) Reihen.

Dabei sollen die Querverbindungen zur bildenden Kunst, zu Musik, Theater oder auch Geschichte genutzt werden. Folgende Zusammenstellung soll einen Eindruck der sich aus diesem fächerübergreifenden Ansatz ergebenden kreativen methodischen Möglichkeiten vermitteln, die den geläufigen analytischen Arbeitsformen ergänzend zur Seite treten:

  • Illustration von Texten;

  • Umwandlung und Ergänzung von Texten: Erzählungen können z.B. in Hörspiele, Comics oder Videosequenzen umgestaltet werden, ein Dialog in eine Kurzgeschichte etc.; man kann Geschichten neu erzählen (aus einer neuen Perspektive, in einem anderen historischen Kontext...) oder fortsetzen;

  • dramatische Texte können gespielt werden; das erfordert z.B. das Erstellen einer Bühnenfassung, das Gestalten eines Bühnenbilds, Übungen zu Improvisation, Bühnenpräsenz und Sprecherziehung;Übungen zum wirkungsvollen, interpretierenden Vortrag;

  • zu Bildern kann geschrieben werden: genaue Beobachtungen können sich in Dialogen, Gedichten, Geschichten, Kommentaren fortsetzen.

Der Präsentation von Arbeitsergebnissen kommt eine besondere Bedeutung zu. Dazu gehört in erster Linie die Präsentation innerhalb der Gruppe (Referate, Vorstellen von Ergebnissen einer Gruppenarbeit, interpretierendes Lesen, szenisches Spiel u.a.), aber u.U. auch vor einer größeren Öffentlichkeit (Lesungen, Aufführungen, Ausstellungen).

Einen hohen Stellenwert in diesem Fach hat die selbstständige Arbeit jedes einzelnen Schülers und die gemeinsame Arbeit in der Gruppe. Die Arbeit im Unterricht kann sinnvoll ergänzt werden durch Besuche von Theateraufführungen, Lesungen und Museen.

 
 

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