Besuch bei einem lokalen High-Tech-Unternehmen

11. Juli 2018

Zunächst besuchte uns Herr Dr. Kayser im Unterricht und informierte in einem interessanten und kurzweiligen Vortrag über verschiedene Verfahren, mit denen in seiner Firma Oberflächen von Maschinenteilen gehärtet und veredelt werden. Dazu zählen u. A. die Nitrierung (Randschichtdiffusion von Metallen), PVD-Verfahren (Physikalische Dampfabscheidung) und CVD-Verfahren (Chemische Dampfabscheidung). Ebenso berichtete Herr Dr. Kayser über den Werdegang des Betriebs und über Härteeigenschaften von Sand, Glas und anderen Materialien, wobei ihm seine Begeisterung für die Sache anzumerken war. Auch betonte er, dass er sich mit seinem Unternehmen am Standort Monschau stark verwurzelt fühle und interessante berufliche Perspektiven für Schülerinnen und Schüler biete. 

Zwei Wochen später kam es dann zum Gegenbesuch. Da das Unternehmen fußläufig erreichbar ist, unternahmen wir zunächst eine kleine Wanderung und waren nach etwa einer halben Stunde Gehzeit am Ziel. Dort zeigte und zunächst Kai Mertens (ein ehemaliger Schüler des MGM) im betriebseigenen Labor sehr anschaulich, was zu den Tätigkeiten eines Werkstoffprüfers gehört. Er demonstrierte uns, wie man den Härtegrad einer Oberfläche mit einem dafür vorgesehen Gerät misst und wie man feststellt, wie dick eine aufgetragene Härtungsschicht ist. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei auch selbst Hand anlegen und staunten über ein hochmodernes optisches Mikroskop, mit dem man die Oberflächen eines Werkstücks bis zu 10000fach vergrößert betrachten konnte.

Anschließend führte uns Herr Dr. Kayser einmal durch den gesamten Produktionsprozess von der Anlieferung bis zum fertig veredelten Werkstück. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren u. A. Einiges über die Organisation des Betriebs, über den Reinigungsprozess von metallischen Maschinenteilen im Ultraschallbecken und nicht zuletzt über die Veredelung von Oberflächen durch die Zündung eines Plasmas in Vakuumkammern verschiedener Größen, in die ein entsprechendes Gas eingeleitet wurde. Das Leuchten dieses Plasmas in der Kammer wird den Schülerinnen und Schülern sicherlich lange in Erinnerung bleiben. Beeindruckend war auch sicher die Größe und Masse der Maschinenteile, die hier in der Firma veredelt werden. Nach einer kleinen Stärkung traten wir den Rückweg Richtung St.-Michael-Gymnasium an.

Im kommenden Jahr soll der Kontakt zwischen Betrieb und Schule vertieft werden. Themen des Physik- wie Chemie-Oberstufenunterricht können hier anschaulich und in Anwendung betrachtet werden. Ich möchte mich im Namen des MGM bei Herrn Dr. Kayser und auch bei Kai Mertens für die Einblicke, die Informationen und die Zeit bedanken!

Lutz Lenzen




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