Unterricht vor Ort: Unterwegs im Nationalpark Eifel

31. Oktober 2022

„Mit dem Linienbus erreichten wir das Nationalparktor in Höfen. Hier hatte der Kurs 45min Zeit, um sich in Form einer Ralleye intensiv mit der Ausstellung zum „Waldwandel und Narzissenrauschen" zu beschäftigen. Die Ausstellung informiert u. a. darüber, wie die Fichte in die Eifel gelangte, welche Probleme den Fichtenmonokulturen heute zu schaffen machen und wie der Wald im südlichsten Zipfel des Nationalparks langfristig aussehen soll. Der zweite Schwerpunkt der Ausstellung sind die Managementzonen im Nationalpark. Das sind die Gebiete, in die auch nach 2034 noch eingegriffen werden muss, um die Ökosysteme zu erhalten. Hierzu zählen die Narzissenwiesen im Perlbachtal und die Dreiborner Hochfläche. Ohne Mahd oder Schafbeweidung würden diese Offenlandgebiete verbuschen und schließlich wieder bewalden. Damit würden aber die jetzt vorhandenen, einzigartigen Lebensräume wegfallen. Auch über die Bäche im Nationalpark und die Tiere und Pflanzen an und in ihnen informiert die Ausstellung.
Nach dem Ausstellungsbesuch ging es bei bestem Herbstwetter vorbei an Buchenhecken in den Fichtenbestand oberhalb der Perlbachtalsperre. Frau Thieme-Jansen erzählte allerlei Wissenswertes über die beiden wichtigsten Baumarten, die Fichte und die Rotbuche (Im Fichtenwald liegen auf dem Boden keine Tannenzapfen!). Auch über den Borkenkäfer, über die Probleme, die der Trockenstress für die Fichten mit sich bringt, und die Bedeutung von stehendem und liegendem Totholz informierte sie den Kurs.
Zum Schluss gab es noch eine Pilz-Suchaktion. Jeder bekam einen besonderen Suchauftrag, z. B. sollten Pilze mit auffälligen Farben, Pilze mit Röhren, Pilze mit Lamellen, sehr kleine Pilze, Pilze ohne Hut, angeknabberte Pilze, usw. gefunden werden. Es wurde noch herausgestellt, dass Pilze als Waldpolizei die abgestorbene organische Masse im Wald zersetzt oder als Symbiosepartner der Fichten leben und dass sie weder Tier noch Pflanze sind.
Nach ca. zwei Stunden endete die Exkursion. Für alle war der Unterricht im Nationalpark eine willkommene Abwechslung zum normalen Alltag und dank des Wetters konnte man auch die kurze Wanderung richtig genießen."




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