Ein Tag in der ältesten Stadt Deutschlands

15. Juli 2019

"Wir, die Lateinkurse der achten Klassen, unsere Lateinlehrerinnen Frau Knaup und Frau Waasem und die beiden neuen Lateinreferendare Herr Schließmeyer und Frau Lehnertz, trafen uns zuerst an der Schule, um um 8:00 Uhr mit einem Reisebus den geplanten Ausflug nach Trier zu starten. In der ältesten Stadt Deutschlands kamen wir dann um 10:15 Uhr an. 
Als erstes gingen wir alle gemeinsam in die Porta nigra, wo uns ein Fremdenführer erwartete und uns grob erzählte, worum es sich bei diesem Gebäude handelte. Er führte uns dann zu seinem „Vorgesetzten". Der erste Mann war schon verkleidet, er hatte einen Brustpanzer und römische Kleider an, aber der zweite Mann, der hatte einen kunstvoll verzierten Brustpanzer, einen langen roten Mantel, auf alt gemachte Sandalen und als Krönung einen Helm, der über die Seiten seines Gesicht ging und oben einen langen roten Kamm hatte, der so aussah wie das Ende eines Besens. Die „Erlebnisführung“ war praktisch wie ein Theaterstück.

Der Zenturio erzählte uns, dass das Stadttor zur Verteidigung diente, und er sich freute, dass wir uns als neue Soldaten ausbilden lassen wollten. Während wir durch das Gebäude gingen, sollten auch wir versuchen, mit imaginären Steinen und Kesseln voller heißem Öl Trier, oder auch „Roma secunda", das „zweite Rom", vor den Feinden zu schützen. Ein paar von uns wurden dann mit Titeln benannt wie z. B. „der Beförderte“, „die Steinmetzin“ oder auch als Göttin „Demeter“ oder als Gott „Bacchus“ oder als weitere Götter, an die die Römer glaubten. Später setzten wir uns in einem Raum im Keller der Porta nigra wie zu einem Theater auf Stuhlreihen ins Publikum und er erzählte uns über die Götter, die Geschichte der Porta nigra und dass er vielleicht auch der Kriegsgott Mars, den er sehr verehrte, sein könnte, da Götter bekanntlich ihre Gestalt ändern können. Dabei unterstützten ihn noch Sound- und Lichteffekte. Dann war unsere Erlebnisführung auch schon vorbei und wir konnten selbst entscheiden, was wir noch machen wollten.

Ich ging mit meiner Gruppe und ein paar anderen zusammen mit den Lehrern noch kurz zur Konstantinbasilika, die heute als Kirche benutzt wird, unter der Ankündigung Frau Waasems, dass wir dann im nächsten Test eine 1 bekommen würden. Frau Knaup und Herr Schließmeyer erklärten uns einiges zum Gebäude und dem sogenannten Luther-Platz vor der Basilika. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch am Trierer Dom vorbei und Frau Lehnertz erzählte uns die Sage vom Teufel und der Steinsäule.

Dann beschlossen wir, nachdem wir die Mayersche besucht hatten, durch die Fußgängerzone zum Viehmarktplatz zu schlendern. Das war leider nicht so spannend, deshalb gingen wir an der Stadtbibliothek und der Schatzkammer vorbei zum Palastgarten. Dieser war sehr schön eingerichtet und wir genossen es einfach, im Schatten der Bäume zu spazieren. Leider wurde es langsam dann auch schon Zeit, zurück zum Bus zu gehen und wir gingen an der St. Gangolfskirche vorbei über den Hauptmarkt zur Karl-Marx-Statue, da wir uns noch daran erinnern konnten, in Geschichte etwas über ihn gelesen zu haben. Letztlich versammelten wir uns vor der Porta nigra, um gemeinsam durch den Innenhof des Stadtmuseums Simeonstift wieder zur Haltestelle unseres Busses zu kommen. Wir fuhren um 14:30 Uhr los und kamen um 16:45 Uhr in Monschau am Gymnasium an. 
Alles in allem war es ein sehr schöner Tag und wir erfuhren viel über die Geschichte der Stadt Trier und ihre antiken Gebäude, daher würde ich es allen empfehlen, dort einmal einen Tag zu verbringen."

Lisa Schmidt, 8b




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