MGM-Schüler bei der CAMMP-Week der RWTH Aachen

13. Juli 2018

Erfahrungsbericht CAMMP-Week 2018 von Maximilian Richter

Nachdem jeder der ca. 40 Schüler in der Jugendherberge, die mitten im Nirgendwo in Belgien steht, angekommen war, wurde ein kurzer Vortrag über das CAMMP gehalten. Daraufhin wurden alle Schüler in ihre entsprechenden Arbeitsgruppen eingeteilt. Davon gab es sieben mit jeweils sechs Schülerinnen und Schülern. Ohne lange Zeit zu lassen, uns kennen zu lernen, mussten wir sofort eine kleine Aufgabe lösen: Das altbekannte „Ei vom Balkon werfen und dabei nicht kaputt machen“-Spiel. Schon nach diesen 15 Minuten war die Gruppe zusammengewachsen und wir waren schon gespannt, wie unser Problem für die Woche aussehen würde. Jetzt gab es nur noch Abendessen und der Programmteil des Abends war abgeschlossen. Trotzdem saßen die meisten noch bis 1 Uhr nachts und spielten Karten, Werwolf oder sprachen über die verschiedensten Themen. Schon nach nur ca. sechs Stunden kannte ich alle Namen und hatte das Gefühl, die Leute schon ewig zu kennen.

Der nächste Morgen begann um acht Uhr mit dem Frühstück. Daraufhin wurde ein kurzer Vortrag von Prof. Dr. Martin Frank, einem Mitgründer des CAMMP Programms und Professor der Mathematik am KIT (Karlsruher Institut für Technologie), über mathematische Modellierung im allgemeinen gehalten. Nach diesem (später noch sehr hilfreichen) Vortrag wurden die Probleme von den jeweiligen Betreuern vorgetragen. Zugegebenerweise war mir zu diesem Zeitpunkt bei keinem der Probleme klar, wie man da herangehen sollte. Als dann den Gruppen gesagt wurde, welches Problem sie für die nächste Woche bearbeiten würden, ging die Arbeit schon los. Die Gruppen gingen mit ihrem Betreuer (Doktoranden und Hilfswissenschaftler) und zwei Lehrern in ihren Gruppenraum. Es gab noch einige weiterführende Informationen, die durch den Auftragsteller bereitgestellt wurden –  und dann ging das Brainstorming los.

Vorgesehen waren für jeden Tag sieben Stunden Arbeit, die allerdings regelmäßig überschritten wurden („Ich implementiere nur noch Feature X, dann höre ich auf...“). Einzig am Mittwoch wurde nur ein halber Tag gearbeitet. Die andere Hälfte wurde mit einem kleinen Fußballturnier zwischen den Gruppen und einem  Public viewingdes "Fußballspiels“ zwischen Deutschland und Südkorea verbracht. Doch auch während die meisten Fußball schauten, arbeiteten noch einige andere weiter. Am Donnerstag, dem letzten regulären Tag, arbeiteten alle Gruppen bis spät in die Nacht hinein. Unsere Gruppe beispielsweise war um fünf Uhr „fertig“. Und das, obwohl wir am nächsten Tag um acht Uhr aufstehen mussten.

Der letzte Tag begann, wie gesagt, um acht Uhr. Nach einem kurzen Frühstück fuhren alle mit dem Bus nach Aachen zur Sparkasse um dort ihre Arbeitsergebnisse vorzustellen. Neben uns Schülern, den Betreuern und den Lehrern waren einige Eltern und natürlich die Auftragsteller anwesend. Jede Gruppe hielt nun einen Vortrag von etwa 20 Minuten, in dem die Herangehensweise und die Ergebnisse der Arbeit dargestellt wurden. Zusätzlich wurde nach dem Vortrag noch mit dem Auftragsteller etwas genauer auf die Ergebnisse eingegangen. Und dann war es auch schon vorbei. Wir mussten Abschied nehmen…

Es war eine einmalige Erfahrung. Es war viel Arbeit und anstrengender als Schule, aber auch belohnender. Man hatte das Gefühl, tatsächlich etwas sinnvolles zu tun und nicht die Übungsaufgaben zu rechnen, die schon tausende Schüler vor einem gelöst haben. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Telefonat mit unserem Auftragsteller, dem wir eine Frage zur Aufgebe stellten. Und er, ein studierter Mann mit Doktortitel und jahrelanger Berufserfahrung, sagte uns, dass er es nicht wisse und sich von uns eine Antwort darauf erhoffe. Auch Schüler können schon Aufgaben lösen, die in der Wissenschaft oder Industrie von Bedeutung sind und diese Woche hat mir das gezeigt. Ich würde es sofort nochmal machen.




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